Beschreibung
Im Rahmen der Fachtagung, «Therapieberufe brauchen eigene Hochschulambulanzen» an der FH Münster am 30.6.2026 wurde diskutiert, welchen Beitrag Hochschulambulanzen zur Versorgung, akademischen Ausbildung und Forschung leisten können. Im Mittelpunkt standen Hochschulambulanzen für Ergotherapie, Logopädie und Physiotherapie sowie deren Potenzial für die Weiterentwicklung der Therapieberufe.
Am Beispiel des Zentrums für interprofessionelle Therapie und Prävention (ZiTP) wurde aufgezeigt, wie interprofessionelle therapeutische Versorgung mit Lehre und Forschung verbunden werden kann. Das ZiTP behandelt insbesondere Patient:innen mit komplexem therapeutischem Versorgungsbedarf und ermöglicht Studierenden Einblicke in die interprofessionelle Praxis.
Im Rahmen der Tagung wurde zudem die Münsteraner Erklärung verabschiedet. Sie fordert die Einrichtung von Hochschulambulanzen für Ergotherapie, Logopädie und Physiotherapie an Hochschulen für angewandte Wissenschaften sowie an Universitäten und Hochschulkliniken. Diese sollen als Forschungs- und Lernorte dienen, evidenzorientierte Versorgung fördern und ergänzende Angebote für Personen mit besonderem oder komplexem Versorgungsbedarf ermöglichen.
Die Diskussionen und Forderungen aus Münster bieten auch über Deutschland hinaus Anknüpfungspunkte für die Frage, wie interprofessionelle Versorgung, hochschulische Bildung und Forschung im DACH Raum enger miteinander verbunden werden können.
Wichtige Links und weiterführende Ressourcen
Beitrag der FH Münster:https://www.fh-muenster.de/de/ueber-uns/newsroom/news/mdh/therapieberufe-brauchen-eigene-hochschulambulanzen
Münsteraner Erklärung zur Einrichtung von Hochschulambulanzen(PDF)
Verfasser:in: Julienne Rüeger und Andrea Glässel

Foto: FH Münster/Stefanie Gosejohann