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Beschreibung:
Mit dem aktuellen Positionspapier legt die Fachkommission Forschung im Hochschulverbund Gesundheitsfachberufe (HVG) eine umfassende Orientierung zur Stärkung und Weiterentwicklung der Therapiewissenschaften in Ergotherapie, Logopädie und Physiotherapie (ELP) vor.
Das Papier beschreibt zentrale Herausforderungen im Gesundheitswesen – darunter der demografische Wandel, der Anstieg chronischer Erkrankungen sowie strukturelle Versorgungsdefizite – und argumentiert für die Vollakademisierung der Therapieberufe als Voraussetzung für evidenzbasierte, personenzentrierte und teilhabeorientierte Versorgung. Es zeigt auf, wie therapeutische Forschung auf Mikro-, Meso- und Makroebene ansetzen kann, um relevante Erkenntnisse entlang des gesamten Versorgungskontinuums zu generieren.
Interprofessionalität wird als grundlegendes Prinzip in Forschung, Bildung und Praxis hervorgehoben. Therapeut:innen agieren in interprofessionellen Teams, forschen zu berufsübergreifenden Versorgungsmodellen und entwickeln gemeinsam mit anderen Gesundheitsprofessionen evidenzbasierte, praxistaugliche Lösungen.
Das Positionspapier unterstreicht die Bedeutung interprofessioneller und partizipativer Forschungsansätze sowohl zur Abbildung komplexer Versorgungsrealitäten als auch zur Entwicklung nachhaltiger Konzepte im Sinne der Planetaren Gesundheit.
Zudem benennt das Papier konkrete strukturelle Voraussetzungen für den Ausbau der Therapiewissenschaften – etwa den Ausbau wissenschaftlicher Qualifikationswege, gezielte Forschungsförderung, Freiräume für Forschung in der Lehre sowie die Notwendigkeit eines eigenständigen, international anschlussfähigen „Body of Knowledge“.
Verfasser:in: Julienne Rüeger
